Hamm. Das Ruhrgebiet ist zentrales Thema der letzten Ausstellung in der Stadthausgalerie in diesem Jahr. Ute Hoeschen setzt sich in ihren großformatigen Werken mit der spröden Schönheit der zahlreichen in der Region beheimateten Industrieanlagen auseinander. Sie zeigt die einmalige Identität und Ästhetik, beschäftigt sich mit den Zeitzeugen aus der Ära der Montanindustrie: inzwischen längst verlassene Zechen, ausgekühlte Kokereien und erloschene Stahlwerke. In vielen Fällen bedient sich die Künstlerin der Collagetechnik. Authentische Fragmente der Industriekultur – wie das komplexe Rohrleitungssystem eines Stahlwerks, Pfannenöfen und Stahltrichter – finden sich in den Bildern wieder und stellen so den Bezug zum konkreten Objekt her. Mittels Asche, einzelner Fundstücke und verschiedener Materialien versucht Hoeschen, die alten Oberflächen der Industrieanlagen nachzuempfinden und malerisch auszudrücken. So gelingt es ihr, die verzaubernde Ästhetik des Verfalls darzustellen und gleichzeitig in einer ganz neuen Form und Dimension wiederzubeleben.
Die Künstlerin selbst sagt dazu: „In meinen Bildern soll die einstige mächtige Arbeitswelt in ihren gigantischen Ausmaßen gezeigt werden, die große Leere, die viele Fabrikhallen heute bei ihrem Eintritt vermitteln. Über Schichtungen mit Sand, Asche, Kohle, Metall und vielen Farben möchte ich meine Empfindungen des „nicht mehr Gebrauchtwerdens“, die Stille, das Unendliche, den Zerfall vermitteln.“
Nach 2004 ist die Hammer Künstlerin Ute Hoeschen zum zweiten Mal in der Stadthausgalerie zu Gast. Sie präsentiert hier einen kleinen Ausschnitt ihres jahrzehntelangen künstlerischen Schaffens, Werke, die in den letzten zwei Jahren entstanden sind.
Schon von Kindesbeinen an begeisterte sich Hoeschen für die Bildende Kunst, nicht umsonst zählte das Fach Kunst in der Schule zu ihren Lieblingsdisziplinen. Durch ständige Weiterbildung fand sie in den folgenden Jahren den Weg zur professionellen Gestaltung, studierte an der Europäischen Kunstakademie in Trier und belegte Kurse an den Kunstakademien Steffeln und Bad Reichenhall. Durch regelmäßige bundesweite Ausstellungen sowie auch im Ausland hat sie sich in der Kunstszene einen Namen gemacht.
Zur Ausstellungseröffnung am 29. November um 11.30 Uhr in der Stadthausgalerie sind alle Kunstinteressierten herzlich eingeladen. Ulrich Weißenberg, Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Hamm, wird die Künstlerin begrüßen und eine erste Einführung in die Ausstellung geben. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgt Michael Kunze mit seinem Saxophon.
Bis zum 10. Januar 2010 kann man die Ausstellung immer freitags von 16 bis 20 Uhr, sowie am Samstag und Sonntag von 11 bis 16 Uhr besichtigen. Der Eintritt ist frei!
Kontaktdaten:
Pressestelle der Stadt Hamm
Theodor-Heuss-Platz 16
59065 Hamm
Fon: 02381/17-3512
Fax: 02381/17-2974
-
Pressemitteilung von Dienstag, 17. November 2009
Stadt Hamm
-